Bei Elsanor unterscheiden wir zwei Arten von Hühnern: reinrassige Legehennen, die wir auf unserem Betrieb selektieren und erzeugen, und industrielle Legehennen, die wir bei ausgewählten Erzeugergemeinschaften in der Bretagne beziehen. Dieser Artikel bündelt unsere Ratschläge für ein gutes Zusammenleben mit reinrassigen Hühnern im Alltag.
Zwei Legeprofile

Zierhühner sind reinrassige Legehennen, die im Frühjahr 4 bis 5 Eier pro Woche liefern. Sie können ohne Hahn legen, und die Eier sind unabhängig von Rasse, Größe und/oder Farbe stets essbar. Der Legebeginn liegt zwischen 4 und 7 Monaten, je nach Schlupfzeit und Rasse (Zwergrassen beginnen meist früher zu legen).
Industrielle Legehennen legen die ersten beiden Jahre gut (bis zu 6 Eier/Woche), dann fällt die Legeleistung stark ab; Zierhühner können bis zu 4-5 Jahre gut legen. Industrielle Hennen sind zudem meist deutlich aktiver und wirken sich 3- bis 4-mal stärker auf den Garten aus. Um unsere Rassen objektiv zu vergleichen, sehen Sie unsere veröffentlichten Legestatistiken, auf unserem Betrieb gemessen.
Die Lebensdauer einer Henne hängt von der Rasse ab, im Schnitt sollte sie aber 10 Jahre erreichen können (der bekannte Rekord liegt bei 19 Jahren).
Hahn, Fortpflanzung und Brüten
Hennen brauchen keinen Hahn zum Legen, für Küken ist er aber unerlässlich. Für reinrassige Jungtiere sorgen Sie für gute, bewährte Zuchttiere derselben Rasse: Halten Sie sie sauber nach Rasse und/oder Variante getrennt. Um sicher zu sein, dass der zu den Hennen gesetzte Hahn die Eier befruchtet hat, warten Sie 3 Wochen nach Einrichtung des Zuchtstamms. Nach dem Tritt eines Hahns legt eine Henne 2 bis 3 Wochen lang befruchtete Eier.
Bei der Art Gallus domesticus dauert die Brut 21 Tage, unter einer Glucke oder im Brüter bei 37,7 °C. Vor dem Einlegen eines Eis sind maximal 14 Tage einzuhalten — lesen Sie dazu unseren Artikel Lagerung und Vorwärmen der Eier. Eine Henne kann alle Hühnervogeleier bebrüten (Fasan, Ente…).
Fütterung und Wasser
Futter wird ad libitum gegeben: Ist der Trog fast leer, einfach nachfüllen. Ideal ist eine durchgehende Versorgung mit geeignetem Futter (Küken-/Aufzucht-/Legefutter je nach Alter), ergänzt gegebenenfalls durch Küchenreste und Zugang zu Grasausläufen. Für einen Brei oder Reste warten Sie den Abend ab: So kommen die Hennen zur Nacht herein und schlafen mit vollem Kropf.
Wichtig ist stets sauberes Wasser. Siphon-Tränken sind am besten geeignet; zudem sind unsere Tiere daran gewöhnt.
Gesundheit, Mauser und Verhalten

Es gibt keine großen Unterschiede in der Krankheitsresistenz zwischen Rassen; die Haltungsform, aus der sie stammen, kann jedoch einen deutlichen Unterschied machen. Vergessen Sie nicht, Ihre Hennen zweimal jährlich zu entwurmen (Wurmmittel gibt es beim Tierarzt). Hennen mausern jedes Jahr im Herbst: Alle abgebrochenen oder verschmutzten Federn werden dann ersetzt.
Findet sich eine Henne in ihrer neuen Umgebung schwer zurecht, löst ein leichtes Kürzen der Haubenfedern um die Augen 90% möglicher Probleme. Sie können auch die Federn eines Flügels stutzen, um ihre Flugfähigkeit zu begrenzen.
Alle Hühnerrassen sind leicht zähmbar, manche von Natur aus mehr als andere: unsere Rassenauswahl beruht auf diesem Kriterium — das Bärtige Seidenhuhn ist das bekannteste Beispiel. Lassen Sie Ihre Hennen im Garten frei (1 bis 2 Wochen nach dem Kauf), kehren sie von selbst in ihren Stall zurück; bei Raubtieren in der Umgebung sperren Sie sie nachts und an Tagen ohne Aufsicht ein. Manche Rassen schlafen lieber auf dem Dach oder im Baum. Bei den von uns gehaltenen Rassen sind die Hähne, von Ausnahmen abgesehen, nicht aggressiv.
Hinweis: Das Krähen der Hähne kann Probleme mit Nachbarn und Vorschriften bereiten; Hennen bereiten keine, außer bei besonderen örtlichen Regelungen.
Weiterlesen: Neue Hennen aufnehmen: Eingewöhnung · Küken aufziehen · Einen Wiederverkäufer finden
Cyril Névot — Elsanor