Eigene Küken aufzuziehen ist ein schönes Abenteuer, sofern man ihnen von Anfang an die richtigen Bedingungen bietet. Hier unsere auf dem Betrieb bewährte Methode für einen gelungenen Start.

Den Platz vorbereiten
Bereiten Sie zunächst einen Platz zur Aufnahme vor: trocken, zugfrei, mit einer Wasser- und einer Futterstelle.
Wasser
Wasser kann in jedem Behälter angeboten werden; achten Sie nur darauf, dass die Küken nicht ertrinken können und der Behälter nicht umkippt. Am praktischsten ist der Start mit einer Siphon-Tränke von 5 Litern oder weniger. Bei Wärme erwärmt sich das Wasser schnell: In der ersten Woche mindestens einmal täglich wechseln.
Futter
Futter kann in einen geeigneten Trog gegeben werden oder die ersten Tage direkt auf Papier oder Kartonwaben. Die Verwendung eines Kükenstartfutters wird dringend empfohlen.
Einstreu
Die Einstreu kann anfangs einfach sein: Zeitungspapier eignet sich sehr gut, sonst gehäckseltes Stroh. Die beste Lösung bleiben Späne, die Feuchtigkeit sehr gut aufnehmen und die Reinigung erleichtern.
Beheizung
Eine Wärmequelle ist Pflicht. Am einfachsten und wirksamsten ist die Infrarot-Wärmelampe; es gibt auch Wärmeplatten und Startboxen, die die Aufzuchtbedingungen optimieren.
Beginnen Sie einige Stunden vor Ankunft der Küken zu heizen, mit einer Bodentemperatur unter der Lampe von 37-38 °C. Doch vor allem das Verhalten der Küken soll Sie leiten:
- sie drängen sich unter der Lampe → ihnen ist zu kalt;
- sie drücken sich an die Wände → ihnen ist zu warm;
- sie sind gleichmäßig verteilt → die Temperatur stimmt.
Berücksichtigen Sie den Temperaturunterschied des Raums zwischen Tag und Nacht. Ziel ist eine gleichmäßige Verteilung der Küken im Bereich. Achten Sie darauf, sie nicht zu überhitzen: ein klassischer Startfehler. Ohne Erfahrung mit dem Material justieren Sie Lampenhöhe oder Thermostat sehr regelmäßig nach dem Verhalten der Küken.
Der Startbereich
Der ideale Startbereich hat geschlossene Seiten (oder Gitter, wenn Sie sicher zugfrei sind), etwa 50 cm hoch, mit zwei Zonen: einer beheizten und einer unbeheizten. Platzieren Sie das Wasser in der unbeheizten Zone und das Futter in der warmen Zone.
| Parameter | Elsanor-Richtwert |
|---|---|
| Bodentemperatur unter Lampe (Ankunft) | 37-38 °C, dann dem Verhalten angepasst |
| Heizung vorzubereiten | Einige Stunden vor Ankunft |
| Küken lesen | Gedrängt = zu kalt · An den Wänden = zu warm · Verteilt = ideal |
| Tränke | Siphon ≤ 5 L, Wasser ≥ 1×/Tag in der 1. Woche gewechselt |
| Futter | Kükenstart (Trog, Papier oder Waben anfangs) |
| Einstreu | Späne (ideal) · gehäckseltes Stroh · Zeitung |
| Bereich | Geschlossene Seiten, ~50 cm, 2 Zonen (warm / unbeheizt) |
| Auslaufzugang | Nicht vor 3-4 Wochen, wenn das Wetter es erlaubt |
| Mischen mit anderem Geflügel | Frist von 8 Wochen, wachsam bleiben |
Hygiene
Denken Sie daran, den Platz der Küken gut zu desinfizieren und anderes Geflügel fernzuhalten. Waschen Sie sich möglichst die Hände und wechseln Sie die Schuhe, wenn Sie gerade andere Vögel versorgt haben.
Fressen oder trinken die Küken nicht, sind mehrere Ursachen möglich:
- Mangel oder Übermaß an Wärme und/oder Zugluft;
- erschwerter Zugang und/oder Qualität von Wasser oder Futter;
- Hygienedruck: schlechte Desinfektion, direkter oder indirekter Kontakt mit anderen Vögeln.
Die ersten Ausgänge
Mit der Zeit können Sie den Küken Auslauf gewähren: vermeiden Sie ihn jedoch vor 3-4 Wochen und nur, wenn das Wetter es erlaubt. Zum Mischen mit anderem Geflügel ist eine Frist von 8 Wochen nötig, wobei Sie die ersten Tage wachsam bleiben.
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Cyril Névot — Elsanor